Schutzkonzept

SCHUTZKONZEPTION

des
Wald- und Naturkindergartens Höhenberg
‚ÄěSchlossbergkinder‚Äú

Als Tr√§ger der Kinder- und Jugendarbeit von Kindertagesst√§tten, tritt die Lombardi & Becker GbR entschieden daf√ľr ein, M√§dchen und Jungen vor sexuellen √úbergriffen zu sch√ľtzen und Zugriff auf Kinder und Jugendliche f√ľr T√§ter und T√§terinnen in den eigenen Reihen zu verhindern.

Eine klare Positionierung zum Kinder-und Jugendschutz, ein Klima von Auseinandersetzung, Transparenz und Sensibilisierung sind ein Gewinn f√ľr die Qualit√§t unserer Arbeit und erlauben sowohl Kindern und Jugendlichen als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sich bei uns wohl und sicher zu f√ľhlen.

Die Lombardi & Becker GbR als Betreiber und Tr√§ger des Wald- und Naturkindergartens H√∂henberg ‚ÄěSchlossbergkinder‚Äú ist bem√ľht und verpflichtet die Menschen- und Kinderrechte aller mit uns verbundenen Kinder und Erwachsenen einzuhalten und deren Umsetzung zu √ľberwachen. 

Als Ansprechpartner stehen wir ihnen als Tr√§ger gerne zur Verf√ľgung:

Melanie Lombardi: 0175-7271394
Ulrich Becker: 0171-6426456

E-Mail: info@schlossbergkinder.de

Das Schutzkonzept ist hier auf unserer Homepage hinterlegt, sowie in Papierform √ľber das Team erh√§ltlich.

INHALT

  1. Einleitung und Leitbild 
  2. Selbstverpflichtung und Verhaltenskodex
  3. Schutzauftrag nach dem Gesetz
  4. Risikoanalyse
    1. Struktur Gruppe in der Einrichtung
    2. Nähe und Distanz
    3. Macht- und Abh√§ngigkeitsverh√§ltnisse 
    4. Räumliche Gegebenheiten
    5. Gefahrensituationen
  5. Umsetzung des Schutzauftrags
    1. Persönliche Eignung
    2. Unser Selbstverständnis
    3. Erweitertes F√ľhrungszeugnis
    4. Prävention / Maßnahmen zur Stärkung von Kindern
  6. Beschwerdemanagement
  7. Im Falle eines pädagogischen Fehlverhaltens
  8. Qualitätsmanagement
  9. Handlungsschritte und Schemata im Falle von Grenz√ľberschreitungen der Mitarbeiter*innen
  10. Handlungsschritte und Schemata im Falle von möglicher Kindeswohlgefährdung

1. Leitbild

Wir sch√ľtzen Kinder und die uns allen anvertrauten Personen, indem wir das Kindeswohl in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen. Unser Auftrag ist es, den Lern- und Lebensraum von Kindern sicher zu gestalten. Das gelebte Miteinander basiert auf Autonomie und Partizipation jedes einzelnen Kindes und der Interessen der Gesamtgruppe. Das p√§dagogische Personal und alle bei uns t√§tigen Mitarbeiter*innen leben den respektvollen Umgang im allt√§glichen Leben vor. Jede Form von Gewalt lehnen wir ab und schreiten ein. Jegliche Form von Gewaltanwendungen ist ein Machtmissbrauch. Nach unserem Selbstverst√§ndnis ist es unsere Aufgabe, das k√∂rperliche, geistige und seelische Wohl aller Kinder und den uns allen anvertrauten Personen zu sch√ľtzen. 

Kinder sind jedoch keine kleinen Erwachsenen, sie brauchen zusätzliche Schutz- und Förderrechte, die in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen verankert sind.

Diese fordert: 

  • das Recht auf kindgerechte Entwicklung
  • das Recht auf gute Versorgung
  • das Recht auf seelische und k√∂rperliche Unversehrtheit
  • das Recht auf Mitbestimmung

Mit einer Atmosph√§re der Achtsamkeit wollen wir √úbergriffe verhindern und Angebote anbieten, bei denen sich Kinder gesch√ľtzt und wohlf√ľhlen um sich bestm√∂glich entwickeln zu k√∂nnen. Alle Mitarbeiter*innen werden im Umgang mit dem Kinderschutzkonzept geschult. Der Tr√§ger und sein Team stellen sicher, dass die Einrichtung bei einem Gef√§hrdungsrisiko versucht den Sachverhalt aufzukl√§ren, um die seelische und k√∂rperliche Unversehrtheit von anvertrauten Kindern zu sch√ľtzen und geeignete Schutzma√ünahmen einleitet. Die beteiligten Fachkr√§fte sind hierbei mitverantwortlich f√ľr die Einsch√§tzung des Gef√§hrdungsrisikos und des Hilfeprozesses. Ein vertrauensvoller und offener Umgang zwischen Kindern, Eltern, Teammitgliedern und Tr√§ger, ist ein wichtiger Baustein unserer p√§dagogischen Arbeit.

Beobachtung, Dokumentation und die Installation von angemessenen Maßnahmen und Verfahrensabläufen ist das Fundament unserer Arbeit.

2. Selbstverpflichtung und Verhaltenskodex

Die Mitarbeiter*innen verpflichten sich, das Schutzkonzept im Kindergartenalltag umzusetzen und die Kinder vor Verletzungen ihrer k√∂rperlichen, seelischen und geistigen Unversehrtheit zu sch√ľtzen.

Unser Handeln richtet sich nach folgendem Verhaltenskodex: K√∂rperkontakt und k√∂rperliche Ber√ľhrungen sind unabdingbarer Teil unserer p√§dagogischen Arbeit und somit unverzichtbar. 

Wir achten sehr genau auf die Bed√ľrfnisse der Kinder und gehen darauf ein. Das beinhaltet, dass wir dem Kind, Halt, Geborgenheit und/oder Trost geben, wenn es das braucht. Dazu geh√∂rt es f√ľr uns auch, dass ein Kind auf dem Scho√ü sitzen darf, in den Arm genommen oder ber√ľhrt werden darf/muss. Ebenso geh√∂rt dazu aber auch, das Bed√ľrfnis nach Abstand und R√ľckzug des Kindes zu achten. 

Dabei respektieren wir die Bed√ľrfnisse des Kindes, f√∂rdern und akzeptieren das Recht, nein zu sagen. F√ľr K√∂rperkontakt braucht es immer das Einverst√§ndnis und eine Freiwilligkeit von beiden Seiten, der des Kindes und der Bezugsperson. Es ist auch darauf zu achten, dass dieser Kodex unter den Kindern eingehalten wird.

Wir sprechen h√∂flich und respektvoll miteinander und achten auf den Umgangston vom Kind zum Kind, vom Erwachsenen zum Kind und vom Erwachsenen zum Erwachsenen. Die Gespr√§chs- und Umgangsregeln werden immer wieder, je nach Bedarf, mit den Kindern besprochen und die Meinungen und Bed√ľrfnisse der Kinder flie√üen dabei in diese Regeln ein.

Klare Aussagen, die die Kinder gut verstehen können und Ich-Botschaften sind uns als Team wichtig, besonders in Konfliktsituationen.

Wir legen Wert darauf, dem Kind zu vermitteln, dass es um sein Verhalten geht, nicht um die Person an sich.

Die Kinder d√ľrfen jederzeit ihre Meinung sagen, Ideen und Kritik einbringen. Wir h√∂ren die Kinder im Kindergartenalltag und in Gespr√§chskreisen an und nehmen ernst, was sie sagen.

3. Der gesetzliche Schutzauftrag

  • ¬ß 8a SGB VIII Schutzauftrag bei Kindeswohlgef√§hrdung
  • ¬ß 8b SGB VIII fachliche Beratung und Begleitung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen
  • ¬ß 45 SGB VIII Erlaubnis f√ľr den Betrieb einer Einrichtung
  • ¬ß 47 SGB VIII Meldepflicht
  • ¬ß 72a SGB VIII T√§tigkeitsausschluss einschl√§gig vorbestrafter Personen
  • Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG)
  • Kinder- und Jugendst√§rkungsgesetz (KJSG)

4. Risikoanalyse

4.1 Struktur der Gruppe in der Einrichtung

Es gibt in der Einrichtung eine Gruppe mit h√∂chstens 25 Kindern im Alter von 3 Jahren bis Schuleintritt. In Ausnahmef√§llen werden nach Absprache auch Kinder unter 3 Jahren ‚Äď mindestens jedoch 2,6 Jahre aufgenommen.

Die Gruppe wird von mindestens 2 Erzieher*innen und 1 Kinderpfleger*in betreut. Zus√§tzlich sind evtl. auch noch Praktikant*innen an der Betreuung beteiligt. Unterst√ľtzung erhalten wir zus√§tzlich durch einen sozialp√§dagogischen Fachdienst.

Die Betreuung der Kinder findet von 7:45 Uhr bis höchstens 14:00 Uhr statt.

4.2 Nähe und Distanz

Die vom Kind selbstgewählte körperliche Nähe ist ein wichtiger Bestandteil unseres Konzeptes. Gemeinsam mit den Kindern achten wir darauf, dass die persönliche Intimsphäre respektiert wird. Bei Toilettengängen (wenn noch nötig evtl. auch Wickeln) ist es uns sehr wichtig, dass die Kinder entscheiden, von welcher festangestellten Bezugsperson sie sich wickeln, oder bei Toilettengängen assistieren lassen. Die Toilettengänge finden jeweils im 1:1 Setting im Wald/Toilettenhaus statt. Die Transparenz erfordert es deshalb, dass sich die in dieser Situation betreuende Fachkraft bei den Kolleg*innen ab und anmeldet.

Bei den stattfindenden Teamsitzungen findet ein regelm√§√üiger Austausch √ľber den angemessenen Umgang von N√§he und Distanz nach den Vorgaben der anerkannten Pr√§ventionsstellen, z.B. ‚ÄěZARTBITTER‚Äú statt.

4.3 Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse

Aufgrund von Altersunterschieden zwischen Erwachsenen und Kindern, der sozialen Position der Beteiligten, sowie der geschlechtlichen Ausrichtung sind Macht- und Abh√§ngigkeitsverh√§ltnisse vorhanden. Im allt√§glichen Miteinander entstehen besondere Vertrauensverh√§ltnisse zwischen Teammitgliedern und Kindern. Wir sind uns √ľber die Verletzbarkeit und der Gefahren von m√∂glichen Grenz√ľberschreitungen bewusst. Wir vermeiden, dass diese Unterschiede ausgenutzt werden. Ein wichtiges Instrument dabei ist die offene Ansprache, die Aussprache und die kollegiale Beratung. Zus√§tzlich halten wir als Tr√§ger Personal zur Supervision vor, um dem Team auch Unterst√ľtzung von Au√üenstehenden zu erm√∂glichen.

Kinder aus dem U3-Bereich und Kinder mit erh√∂htem F√∂rderbedarf stehen wegen ihres Alters und der pers√∂nlichen Entwicklung unter besonderem Schutz. Kollegialer Austausch, Beobachtung und Wahrnehmung von Mimik und Gestik im Dialog mit Bezugspersonen sind wichtige Instrumente f√ľr eine Einsch√§tzung einer m√∂glichen Kindeswohlgef√§hrdung.

4.4 Räumliche Gegebenheiten

Folgende R√§umlichkeiten m√ľssen als Risikoorte auf Grund der Lage oder Zugangs gesehen werden:

  • Waldbereich f√ľr Toilettengang
  • Trockentoilette
  • Tipi
  • Weidenhaus

Das Au√üengel√§nde an der Schutzh√ľtte mit dem angrenzenden Waldgebiet bietet viel Raum f√ľr das freie Spiel mit teilweise schwer einsehbaren Spielecken durch das naturbelassene Umfeld. Der Aktionsraum der Kinder wird den personellen Kapazit√§ten so angepasst, dass die Aufsichtspflicht gew√§hrleistet ist.

Aufgrund der nat√ľrlichen Gegebenheiten und der jahreszeitlichen Ver√§nderung der Naturr√§ume m√ľssen die Risikoorte immer wieder neu deklariert und besprochen werden.

4.5 Gefahrensituationen

Durch die Gruppenzusammensetzung und die damit verbundenen Mischungen der Alters- und Geschlechtsstrukturen k√∂nnen Machtgef√§lle zwischen j√ľngeren und √§lteren Kindern und M√§dchen und Buben entstehen. Diese Spielsituationen werden besonders im Hinblick dessen und die F√§higkeiten der einzelnen Kinder beobachtet und reflektiert. Wir greifen sofort ein, wenn sich Kinder unwohl f√ľhlen und/oder um Hilfe bitten.

Bei √úbernachtungen nehmen in der Regel alle p√§dagogischen Mitarbeiter*innen teil. Die √úbernachtungssituationen werden so gestaltet, dass f√ľr die Kinder erkennbar ist, dass sich immer ein Teammitglied in direkter N√§he befindet und die Teammitglieder ebenfalls in  direktem Kontakt sind.

5. Umsetzung des Schutzauftrages

5.1 Persönliche Eignung

Unsere Haltung zu Kindern ist geprägt von:

  • Wertsch√§tzung
  • Respekt
  • Recht auf Partizipation
  • Vertrauen

Uns ist bewusst, dass sich die Kinder in einem deutlichen Abhängigkeitsverhältnis zu uns als Erwachsene befinden. In der Arbeit ist uns unsere besondere Rolle als Vorbild, als Vertrauensperson und als Autoritätsperson bewusst. Unsere Machtposition nutzen wir nicht aus und missbrauchen sie nicht. Wir passen unsere Sprache und unsere Wortwahl unserer Rolle an. In keiner Form des Miteinanders verwenden wir eine sexualisierte und defarmierende Sprache. Wir dulden keine abfälligen Bemerkungen und Bloßstellungen, auch nicht unter den Kindern. Bei sprachlichen Grenzverletzungen werden wir unserer Rolle gerecht und schreiten konsequent ein. Wir nennen Kinder bei ihrem Namen, Spitznamen verwenden wir nur, wenn wir die Zustimmung der Kinder haben. Spiele, Methoden und Aktivitäten gestalten wir so, dass wir das individuelle Grenzempfinden der Kinder ernst nehmen und die Möglichkeit zum Ausstieg bzw. zur Nicht-Teilnahme anbieten. Diese Entscheidung der Kinder respektieren wir und kommentieren sie nicht abfällig.

Um die professionelle Arbeit zu gew√§hrleisten nehmen wir Mitarbeiter*innen regelm√§√üig an sachorientierten Fort- und Weiterbildungsma√ünahmen teil. Bei der personellen Besetzung sind uns eine wertsch√§tzende Haltung in Bezug auf die Rechte der Kinder und eine dem Kindeswohl orientierte Sichtweise, Voraussetzung f√ľr ein langfristiges Arbeitsverh√§ltnis. Eine fachliche und pers√∂nliche Eignung nach den Richtlinien unserer Konzeption und dem Verst√§ndnis unseres Kinderschutzkonzeptes ist ein sehr wichtiger Baustein bei unseren Einstellungs- und Mitarbeitergespr√§chen. Wir setzen eine √ľbereinstimmende Sichtweise in den wesentlichen Aspekten voraus.

Wir geben dem Kinderschutz eine Stimme!

5.2 Unser Selbstverständnis

Wir Mitarbeiter*innen begleiten die uns anvertrauten Kinder und Personen nach bestem Wissen und Gewissen. Im Rahmen unserer T√§tigkeit und vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Aufgaben unterst√ľtzen wir famili√§re Prozesse. Bei allen Aktivit√§ten pflegen wir einen achtsamen, respektvollen und wertsch√§tzenden Umgang. Unsere Haltung ist stets am Kindeswohl orientiert.

5.3 Erweitertes F√ľhrungszeugis

Alle bei uns t√§tigen Personen m√ľssen im 2-j√§hrigen Turnus ein erweitertes F√ľhrungszeugnis vorlegen, dass sie nicht wegen einer sexualbezogenen Straftat verurteilt wurden und auch keine Ermittlungs- bzw. Voruntersuchungsverfahren gegen sie eingeleitet worden sind. Die Mitarbeiter*innen gehen die Verpflichtung ein, vor Einleitung eines Ermittlungsverfahrens dem Tr√§ger umgehend dar√ľber Mitteilung zu machen. Das erweiterte F√ľhrungszeugnis wird in der Einrichtung aufbewahrt. Die Regeln des gesetzlichen Datenschutzes werden beachtet.

5.4 Prävention / Maßnahmen zur Stärkung von Kindern

Eine wertsch√§tzende und Grenzen des Individuums achtende Atmosph√§re ist unser Fundament f√ľr die praktische Umsetzung eines gelebten Kinderschutzkonzeptes. Wir pflegen unter allen am Betreuungsprozess beteiligten einen partnerschaftlichen Umgang. Alle Kinder werden ihrem Alter und ihren F√§higkeiten entsprechend in demokratische Mitbestimmungsprozesse einbezogen. Beteiligung zieht sich durch den gesamten Lebensalltag der Kinder. Morgenkreis und viele weitere Beteiligungsprojekte erm√∂glichen den Kindern die Partizipation. Zutrauen, Zumuten und Vertrauen sind wichtige Bausteine in unserem t√§glichen Miteinander. Ma√ünahmen und Projekte zur St√§rkung des individuellen Selbstbewusstseins und des Wir-Gef√ľhls der Kinder sind regelm√§√üiger Bestandteil unserer t√§glichen Arbeit. Wir bieten den Kindern einen gesch√ľtzten Rahmen, damit die Kinder ihre Sexualit√§t entwicklungsentsprechend entfalten k√∂nnen (Regeln der anerkannten Pr√§ventionsstellen). Der Schutz der Intimsph√§re hat bei uns in der Einrichtung einen sehr hohen Stellenwert. In offenen Spielbereichen spielen die Kinder in den Sommermonaten auch leicht bekleidet (Badehose/Windel). Wir achten darauf, dass die Toilettenbereiche nicht einsehbar sind. Wir st√§rken die Pers√∂nlichkeitsentwicklung, indem wir Kinder ernst nehmen. Wir bieten ihnen M√∂glichkeiten an, ihre Bed√ľrfnisse und Gef√ľhle zu erkennen und zu benennen. Kinder lernen ihre eigenen emotionalen und k√∂rperlichen Grenzen kennen und lernen so, auch die Grenzen anderer zu akzeptieren. Wir best√§rken die Kinder darin, ihre eigenen F√§higkeiten und Ressourcen wahrzunehmen und zu formulieren. Eine wertsch√§tzende Haltung, die Instrumente der Mitbestimmung und das respektvolle Miteinander tragen zu einem guten Gelingen bei. Das Team steht jederzeit f√ľr Gespr√§che zur Verf√ľgung und erarbeitet m√∂gliche Verhaltensstrategien gemeinsam mit den Kindern. Wir leben einen achtsamen und respektvollen Umgang vor und begleiten sie altersgerecht und verst√§ndnisvoll. Wir f√∂rdern die Mitsprache und Mitbestimmung der Kinder und vermitteln Wissen √ľber die eigenen Rechte und Pflichten. Wir arbeiten pr√§ventiv und nehmen jedes Kind in seiner Verschiedenheit und Vielfalt an. Partizipation und Respekt vor der Individualit√§t der Pers√∂nlichkeiten ist ein wichtiger Baustein unserer Arbeit.

6. Beschwerdemanagement

Beschwerdemanagement und Mitbestimmung ist ein Prozess, der immer wieder verändert und erweitert wird, wenn es die Situation erfordert.

Die Mitbestimmung der Kinder erfolgt √ľber verschiedene alters- und entwicklungsentsprechende M√∂glichkeiten. Dies sind Einzelgespr√§che, Gespr√§che in Kleingruppen bis hin zu Gesamtpl√§nen. Die Kinder k√∂nnen dabei ihre Anliegen und Beschwerden anbringen die dann durch die Mitarbeiter*innen dokumentiert werden. Diese Dokumentationen sind Grundlage f√ľr Teamsitzungen, Sprechzeiten mit der Leitung und/oder dem Tr√§ger, Intervisionen und Supervisionen. Diese finden in gesch√ľtzten R√§umen statt. Wir regen die Kinder dazu an, ihre W√ľnsche in Form von Antr√§gen zu formulieren. Die Antr√§ge der Kinderthemen haben in unseren regelm√§√üig stattfindenden Teamsitzungen die h√∂chste Priorit√§t. Die Kinder erhalten eine zeitnahe R√ľckmeldung. Alle Antr√§ge, Anliegen und Beschwerden der Kinder werden vom Fachpersonal diskutiert, dokumentiert und dem Tr√§ger

vorgelegt. Bei allen Anliegen, die auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung hindeuten, leiten wir die entsprechenden Schritte nach Schema (siehe Seite …ff) ein. Wir arbeiten mit dem örtlichen Jugendamt und Beratungsstellen zusammen. Auch Elternabende und Entwicklungsgespräche dienen einem sicheren Rahmen, um Beschwerden zu äußern.

7. Im Falle eines pädagogischen Fehlverhaltens

Wir Mitarbeiter*innen legen einen großen Wert auf eine offene und ehrliche Kommunikation untereinander. Wir reflektieren unser Handeln und Verhalten in Teamsitzungen, Supervisionen und Mitarbeitergesprächen. Kollegiale Beratung ist ein wichtiges Instrument unserer pädagogischen Arbeit. Eine fehlerfreundliche und selbstkritisch reflektierende Haltung trägt zu unserer Qualitätssicherung in der Arbeit mit Kindern bei. Ein offener Dialog mit Fachberatung, Träger, Kollegen, Leitung und Elternsprecher verstehen wir als Hilfestellung, um uns selbst kritisch und wertschätzend zu betrachten. Wir sind Menschen und Pädagogen und nicht frei von Fehlern.

  • Wir Teammitglieder*innen gehen achtsam und respektvoll miteinander um. Wir f√∂rdern einen offenen und (selbst)kritischen Dialog.
  • Wir √ľberpr√ľfen unsere Standfestigkeit in Bezug auf unsere gelebte Haltung unseres Schutzkonzeptes bei Mitarbeitergespr√§chen, Teamgespr√§chen, Eltern-Kind-Gespr√§chen und der kollegialen Beratung.
  • Wir unterst√ľtzen uns gegenseitig dabei, Beratungsangebote und Fort- und Weiterbildungen wahrzunehmen.
  • Bei gewichtigen Anhaltspunkten einer Kindeswohlgef√§hrdung nehmen wir Kontakt zu entsprechenden Beratungsstellen, dem Tr√§ger und dem Jugendamt auf.

8. Qualitätsmanagement

Der Tr√§ger stellt f√ľr die Einrichtung eine insoweit erfahrene Fachkraft zur Verf√ľgung und h√§lt bei der Besetzung der Gruppen die gesetzlichen Vorgaben des Personalschl√ľssels ein. Dar√ľber hinaus ist er bestrebt, zus√§tzliches Personal einzustellen. Die √úberpr√ľfung der p√§dagogischen Qualit√§t findet bei regelm√§√üig stattfindenden Teamsitzungen, Team-/Tr√§gersitzungen und bei den Konzeptionstagen statt. Grundlagen f√ľr die Weiterentwicklung sind die Konzeption und die Vorgaben des Tr√§gers. Ver√§nderungsprozesse √ľberpr√ľfen wir vor allem in Hinblick auf den Alltag und die Bed√ľrfnisse unserer Kinder. Um die professionelle Arbeit zu gew√§hrleisten, nehmen die Mitarbeiter*innen regelm√§√üig an Fort- und Weiterbildungen teil. Das p√§dagogische Team wird regelm√§√üig von einer Kinderschutzfachkraft f√ľr die Themen: Grenz√ľberschreitungen, Mobbing, √úbergriffe und verschiedene Formen von Gewalt sensibilisiert und es werden Handlungsoptionen besprochen und vermittelt. Unseren Fokus legen wir auch auf gezielte Pr√§ventionsma√ünahmen. Durch eine gro√üe Bandbreite von Qualifikationen durch Fortbildungen entsteht eine Vielfalt und dadurch eine fundierte und differenzierte Sichtweise auf die Wahrnehmung von kindlichen Bed√ľrfnissen.

9. Handlungsschritte und Schemata im Falle von Grenz√ľberschreitungen der Mitarbeiter*innen

10. Handlungsschritte und Schemata im Falle von möglicher Kindeswohlgefährdung

Die Weitergabe der Konzeption an Dritte, sowie deren Ver√∂ffentlichung, Vervielf√§ltigung oder sonstige Verbreitung, ist ohne Zustimmung der Lombardi & Becker GbR  nicht erlaubt.